Montag, 15. Juli 2013

[Thai-Rezept] ส้มตำแครอท (som dtam carrot) Karottensalat

Heute habe ich für euch einen Salat. Dieser nennt sich Som Dtam und darunter versteht man eigentlich einen Green Papaya Salad. Green Papaya nun daher, da man für die Zubereitung des Salates unreife Papayas verwendet. Diese sind in diesem Zustand etwas sauer und, keine Sorge, man kann diese getrost essen ohne dass man um seine Gesundheit fürchten muss. Nun, ich hatte leider keine unreife zur Hand, so entschied ich mich diese durch andere Zutaten wie Karotten und Gurke zu ersetzen. So machen es die Thais in Deutschland, da Papayas hier nicht gerade billig sind. Manchmal sogar wirklich unverschämt teuer. So auch hier in Chemnitz, zu happigen Preisen. Da warte ich lieber auf meinen Urlaub, wo ich diese fast hinterher geschmissen bekomme. Ich werde euch auch im laufe der Zeit zeigen, wie es normal aussieht, wenn ich in ein paar Wochen wieder bei meinen Eltern zu Besuch bin. Solltet ihr mal in einem thailändischen Restaurant sein oder mal nach Thailand fliegen dann probiert es auf jeden Fall. Aber passt auf es wird scharf. Wie in Thailand nicht ganz unüblich hat dieses Gericht eine ausgewogene süß, sauer, salzige Note. Klingt erstmal komisch, aber muss man mal probiert haben. 

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In anderen Gegenden wie im Isaan, einer Region in Nordthailand an der Grenze zu Laos wird dieser Salat mir fermentierten eingelegtem Fisch (ist das jetzt doppelt gemoppelt: fermentiert - eingelegt?) serviert. Ich bin mir nicht sicher, aber ich meine auch er wäre dort auch nochmal um einiges schärfer. (Meine Mutter ist von dort). Was ihr für dieses Rezept braucht ist ein höherer Mörser, weil ich dort drin alles stampft.

Zutaten: (2 Personen)


  • 2 dicke Karotten, in dünne Streifen schälen
  • 1/2 Salatgurke, in dünne Streifen schneiden
  • 1 1/2 EL Palmzucker (1/4 Brocken)
  • 2- 3 Esslöffel Fischsauce
  • 4 Knoblauchzehen
  • eine handvoll geröstete Erdnüsse
  • 1 EL getrocknete kleine Garnelen/Garnelenpulver
  • 5 Chilischoten 
  • eine Hand voll Cocktailtomaten
  • 1/2 - 1 Limette

Für die Vegetarier unter euch: Ihr tauscht einfach die Fischsauce durch Sojasauce und das Garnelenpulver lasst ihr  weg. Bisher habe ich noch keine vegetarische Version probiert, deswegen müsst ihr mal schauen wie es euch am besten schmeckt. Vielleicht wird es dann einfach weniger salzig sondern mehr sauer, süß und scharf. ;)


Zubereitung


Knoblauch, Palmzucker und Chili in kleinen Stücken in dem Mörser zerstoßen und Fischsauce hingeben. Gebt im Anschluss die Erdnüsse hinzu und stampft diese in grobe Stücke. Gurken und Karotten hinzufügen und vorsichtig stoßen. Rührt am besten immer wieder mit einem Löffel alles gut um und schabt gegebenenfalls die Massen von den Mörserwänden.Wenn die Möhren weich sind gebt ihr die getrockneten Garnelen und stampft weiter. Jetzt Tomaten und den Saft der Zitrone hinzugeben. Das Ganze nochmals vorsichtig zerstoßen und gut mischen. Danach könnt ihr alles abschmecken und nach Wunsch nochmal nachwürzen. Alles in allem sollte es süß, sauer scharf und ein wenig salzig schmecken.

Nun ist der Salat servierbereit. Diesen isst man mit Klebreis.

Ich hoffe es hat euch gefallen und ihr habt vielleicht Lust das Rezept mal auszuprobieren.

Kommentare:

  1. mh, sieht verdammt lecker aus. darauf hätte ich jetzt auch lust. danke fürs zeigen :)
    alles liebe
    maren anita

    FASHION-MEETS-ART by Maren Anita

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  2. Thailändisches Essen hat wirklich immer sehr viele Geschmacksnoten. Ich mags generell immer recht gern.

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  3. Antworten
    1. Na ein "buuuuuuuuuh" zum Erschrecken^^ Weil ich doch so lange nicht mehr hier war :)

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    2. Alles gut hier, nur viel zu tun! Gott sein Dank ist der Urlaub nicht mehr soooo weit wech (2 Wochen)! Und bei dir, Liebes?

      Herzensgrüße,
      Jen

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  4. Fünf Chilies? Ich ess ja gerne scharf und züchte meine Thai-Chilies auf dem Balkon -- aber 5 trau ich mir nicht, an ein Essen für Zwei zu geben. Zwei müssen reichen. Lieber feig als tot.;-)
    Übrigens hat mir mal jemand gesagt, ich könnte statt der grünen Papaya Kohlrabi nehmen. Das wäre kein Problem -- nur den Palmzucker könnte man nicht ersetzen. So mach ich das seitdem. Vielleicht ist auch Gurke/Kohlrabi einen Versuch wert. Was meinst Du?

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  5. Ich sag dir mal was. Zu anfangs konnte ich gar kein scharfes Essen essen, besonders das von meiner Mutter nicht (glaub mir,die macht das Essen heute noch so scharf als käme es aus der Hölle), und seit ich ausgezogen bin habe ich mich immer mehr und mehr ran getastet. Es wurden einfach mit der Zeit immer mehr Chilis. Ich denke das ist alles eine Sache der Gewöhnung. Ich denke zwei sind auch ok, man will ja noch was schmecken können, ne? :D

    Also ich nehme manchmal auch Gurke, aber Kohlrabi hab ich noch nicht ausprobiert. Aber an sich, denke ich, würde das auch gehen. Gurke hat mir bisher auch geschmeckt, man darf es aber nicht zu sehr stampfen, weil es schnell matsch wird. Ich hab die Gurken auch immer unter die Möhrenstreifen gemischt. Ich bin ja grundsätzlich dafür dass man ruhig mal experimentieren kann. Meine Schwiegermutter meinte wohl mal es würde auch mit Apfel gehen. :)

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